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Posts mit dem Label "Gegenwartsliteratur" werden angezeigt.

"Wo auch immer ihr seid" von Khue Pham

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   In Zeiten, in denen es auch in Deutschland einen Rechtsruck gibt und Menschen sich wieder trauen, offen rassistisch zu sein, ist es mir wichtig, wo immer möglich, dagegen zu halten. Sei es, dass ich im Bus eine Frau zurechtweise, die laut gegen Ausländer hetzt oder dadurch, dass ich Bücher vorstelle, wie das von  Khuê Pham. In denen es um das Leben von Migrantinnen und Migranten in unserem Land geht und deren Nachfahren. In Zukunft möchte ich auch gern Bücher von jüdischen Autorinnen und Autoren vorstellen.     Worum es geht Kim ist 30 Jahre alt und Journalistin. In ihrer Beziehung mit ihrem Freund läuft es nicht rund. Eine ganz normale deutsche Frau könnte man meinen. Aber ihre Eltern sind aus Vietnam nach Deutschland geflohen. Und man sieht ihr an, dass sie keine "Bio-Deutsche" ist. Auch wenn sie hier geboren ist und viel besser Deutsch als Vietnamesisch spricht, muss sie immer wieder erklären, wo sie "herkommt." Sie fühlt sich hin- und hergerissen zwischen...

Rezension: "Ein Lied vom Ende der Welt" von Erica Ferencik

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Bei dem Buch von Erica Ferencik sprachen mich gleich mehrere Dinge an. Die Hauptfigur ist Linguistin für seltende Sprachen. Und es geht in die Arktis.... Worum es geht Val ist Linguistin und Expertin für nordische Sprache, die vom Aussterben bedroht sind. Nach dem Tod ihres Zwillingsbruders rettet sie sich mit Tabletten und Alkohol durch den Tag. Da bekommt sie einen Hilferuf von Wyatt, der eine Forschungsstation in der Arktis leitet: Ein kleines traumatisiertes Mädchen wurde im Eis gefunden. Niemand versteht sie oder spricht ihre Sprache. Kann Val ihr helfen? Val zögert, in die Arktis zu reisen. Denn genau dort verlor ihr Bruder sein Leben. Schließlich stimmt sie der Reise zu. Vielleicht kann sie dem Mädchen helfen. Und herausfinden, was damals wirklich mit ihrem Bruder passierte. Fazit Mit der Hauptfigur Val wurde ich zunächst nicht warm. Sie hat vor allem Angst, kann sich nicht abgrenzen und durchsetzen. In der Arktis-Station gelingt es ihr aber, dass das kleine Mädchen langsam ...

Rezension: "Der Rabbiner ohne Schuh" von Barbara Bisiky-Ehrlich

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  Worum es geht Die Autorin beschreibt ihr Leben, das Leben einer Jüdin in Deutschland, auf humorvolle Weise. Das Leben gleicht dabei dem Leben nichtjüdischer Familien mit all dem Chaos und Unwägbarkeiten, nur die Feiertage sind natürlich anders und auf Tradition wird viel Wert gelegt. Der Ton ist leicht und locker, es gibt verschiedene Kurzgeschichten in loser Reihenfolge.  Fazit Ich liebe den jüdischen Humor und hätte mir etwas mehr Inhalt gewünscht. Teilweise plätschern die Geschichten so dahin und ich frage mich: Warum erzählst du mir das? Was ist daran so besonders? Der Satz eines Holocaust-Überlebenden hat es dann aber doch in sich und hat mich nachhaltig beeindruckt: " Sie wollten uns umbringen. Wir haben überlebt. Lasst uns essen." Ich glaube, die schweren Traumata ,die Jüdinnen und Juden erleben mussten mit gewaltsamer Inhaftierung in KZs, die Ermordung von geliebten Angehörigen vor den eigenen Augen,  systmatische Vergewaltigungen, Hunger und Folter kann man übe...

Rezension "Heimweh"von Graham Norton

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Graham Norton ist in Großbritannien ein bekannter Fernsehmoderator,Schauspieler und Comedian. Und Bücher schreiben kann er auch noch.Und was für eins! Das Buch habe ich mir als Hörbuch bestellt,weil es von Charlie Hübner gelesen wird. Den ich als Sprecher und Schauspieler sehr mag. Worum es geht Sechs junge Leute machen einen Ausflug ans Meer. Trinken Alkohol und haben einen folgenschweren Unfall mit drei Toten und einer Schwerverletzten. Die Welt von Connor, der am Steuer gesessen hat, zerbricht. Er verlässt den beschaulichen Ort in Irland, aus dem er stammt und geht ins Ausland. Die Geschichte lässt ihn aber nie ganz los.Und dann trifft er 20 Jahre später zufällig jemanden in einer Bar, der ihm seltsam vertraut ist und plötzlich wendet sich das Blatt.  Fazit Ein großartiges Buch. Ich konnte mich gar nicht losreißen. Was zunächst vielleicht sehr traurig und schwer klingt, ist es im Grunde nicht. Es geht um das Thema Selbstliebe. Oder fehlende Selbstliebe, das Gefühl, so wie man is...

Rezension:"Das Gewicht der Worte" von Pascal Mercier

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Heute stelle ich euch "Das Gewicht der Worte"von Pascal Mercier vor. Es ist sein fünfter Roman, berühmt wurde er durch "Nachtzug nach Lissabon", der auch verfilmt wurde. Worum es geht Schon als Kind ist Leyland fasziniert von Sprachen, nimmt sich vor, alle Sprachen der Menschen am  Mittelmeer zu erlernen.Er wird Übersetzer und leitet einen Verlag, lebt in Triest. Alles scheint gut, bis er eine Diagonose bekommt, die sein ganzes Leben umwirft. Und sich dann als falsch herausstellt. Aber bietet sich so eine Möglichkeit, das eigene Leben noch einmal völlig anders zu gestalten? Fazit Die Faszination für Sprachen teile ich mit der Hauptfigur. Habt ihr ein Lieblingswort in einer fremden Sprache? Ich liebe das türkische Wort "Yakamoz" für das man im Deutschen einen ganzen Satz benötigt: Wenn sich der Mondschein auf dem Wasser spiegelt.  Ich kann mich deshalb gut mit Leyland identifizieren, für den Worte so wichtig sind. Und mir geht es genauso wie ihm...

Rezenzion "Montags bei Monica" von Clare Pooley

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Für alle, die gerade den Herbstblues oder Corona-Blues haben, kommt hier ein Buchtipp zur rechten Zeit. Von der britischen Autorin und Bloggerin Clare Pooley.   Worum es geht Julian, ein alter Mann und exzentrischer Künstler, der in London lebt, ist es leid, seine tief empfundene Einsamkeit vor anderen zu verstecken.  Er startet das Projekt "Aufrichtigkeit“ und schreibt seine Gefühle in ein kleines Notízheft, das er nicht ohne Hintergedanken in Monica's Café liegen lässt. Cafébesitzerin Monica findet es beim Aufräumen. Und schreibt selbst in dieses Heft. Denn auch sie ist nicht so glücklich und abgeklärt, wie sie nach außen scheint. Sie hat sich in den Kopf gesetzt, Julian zu finden. Das Heft findet indes über Umwege in Australien einen neuen Besitzer…. So entwickelt sich eine Geschichte über Freundschaft und Liebe zwischen sehr unterschiedlichen Menschen, die sich irgendwann in Monica’s Café treffen.   Fazit In Kritiken wird das Buch oft mit dem...

Rezension: "Über Menschen" von Juli Zeh

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Von der gefeierten Autorin Juli Zeh habe ich schon viel gehört, aber noch nichts gelesen. Höchste Zeit, das zu ändern. Worum geht es?  Werbetexterin Dora hat genug von ihrem Freund, der sich nur noch verbissen mit Corona und Klimaschutz beschäftigt, von Berlin und dem Großstadtleben und entscheidet sich, aufs Land zu ziehen. In ihrem Haus im brandenburgischen Bracken ist es dann aber nicht so idyllisch wie erhofft. Als erstes lernt sie den Dorf-Nazi Gote kennen und ist entsetzt, wer da nebenan wohnt. Mit der Zeit entwickelt sich dieser aber zum freundlichen Helfer und stellt Doras Vorurteile auf den Kopf.    Fazit Ich war schon nach den ersten Zeilen begeistert. Bis tief in die Nacht habe ich Anna Schudt zugehört, die das Buch großartig spricht und habe immer wieder herzhaft lachen müssen. Naive Großstädter, skurrile Charaktere und der nette Dorfnazi. Aber nachdem ich es erst für sehr gekonnte, aber leichte Lektüre hielt, stellte ich fest, dass es das mitnicht...