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Posts mit dem Label "Familiensaga" werden angezeigt.

"Wo auch immer ihr seid" von Khue Pham

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   In Zeiten, in denen es auch in Deutschland einen Rechtsruck gibt und Menschen sich wieder trauen, offen rassistisch zu sein, ist es mir wichtig, wo immer möglich, dagegen zu halten. Sei es, dass ich im Bus eine Frau zurechtweise, die laut gegen Ausländer hetzt oder dadurch, dass ich Bücher vorstelle, wie das von  Khuê Pham. In denen es um das Leben von Migrantinnen und Migranten in unserem Land geht und deren Nachfahren. In Zukunft möchte ich auch gern Bücher von jüdischen Autorinnen und Autoren vorstellen.     Worum es geht Kim ist 30 Jahre alt und Journalistin. In ihrer Beziehung mit ihrem Freund läuft es nicht rund. Eine ganz normale deutsche Frau könnte man meinen. Aber ihre Eltern sind aus Vietnam nach Deutschland geflohen. Und man sieht ihr an, dass sie keine "Bio-Deutsche" ist. Auch wenn sie hier geboren ist und viel besser Deutsch als Vietnamesisch spricht, muss sie immer wieder erklären, wo sie "herkommt." Sie fühlt sich hin- und hergerissen zwischen...

"Jaffa Road" von Daniel Speck

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Eine Freundin empfahl mir „Jaffa Road“ von Daniel Speck. „Das ist fantastisch, das musst du lesen!“ erklärte sie mir atemlos und mit Nachdruck. Zum Glück bin ich Ihrer Empfehlung gefolgt und habe mir das Hörbuch herunter geladen, denn „Jaffa Road“ ist ein Meisterwerk. Worum es geht Die Berliner Archäologin Nina reist nach Palermo, um das Erbe ihres Großvaters Moritz  anzutreten, den sie selbst nie kennen gelernt hat. Dort trifft sie ihre jüdischen Tante Joëlle - und Elias, der behauptet, Moritz' Sohn zu sein. So beginnt der Roman von Daniel Speck und in Rückblendungen erfährt man etwas über die drei Leben von Moritz. Als Wehrmachtssoldat in Tunis, der den Juden Yasmina und Victor das Leben rettet, desertiert und als Jude "Maurice" mit Yasmina in Jaffa lebt. Bis er nach Deutschland zurück kehrt, für den Israelischen Geheimdienst arbeitet und sich ausgerechnet in die Palestinenserin Amal verliebt. Ich bin sicher, dass nur wenige Autoren oder Autorinnen aus diesem Plot einen...

Rezension: "Violeta" von Isabel Allende

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I sabel Allende ist inzwischen 80 Jahre alt und vielleicht ist  " Violeta" ihr letzter Roman. Ich habe viele ihrer Romane mit Begeisterung gelesen, daher hab ich mich schon sehr darauf gefreut. Worum es geht Allende erzählt über einen Zeitraum von 100 Jahren die Lebensgeschichte von Violeta del Valle in Form von Briefen an ihren Enkel. Violeta wird während der Spanischen Grippe geboren, erlebt als Kind zunächst Reichtum, dann - bedingt durch die Weltwirtschaftskrise- gesellschaftlichen Abstieg und Armut. Geprägt wird sie von ihrer englischen Nanny, Miss Taylor und ihrem Bruder José Antonio. Auch in schwierigen Zeiten gibt sie nie auf, unterrichtet sogar schon als 13jährige arme Kinder. In ihrem Leben gibt es viele Höhen und Tiefen, das liegt unter anderem auch an dem charismatischen aber leider auch untreuen Julian. Man erfährt viel über histrorische und gesellschaftliche Zusammenhänge und es gibt viele Paralellen zur heutigen Zeit. Angefangen bei der Pandemie bis zur Weltwir...

Rezension "Heimweh"von Graham Norton

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Graham Norton ist in Großbritannien ein bekannter Fernsehmoderator,Schauspieler und Comedian. Und Bücher schreiben kann er auch noch.Und was für eins! Das Buch habe ich mir als Hörbuch bestellt,weil es von Charlie Hübner gelesen wird. Den ich als Sprecher und Schauspieler sehr mag. Worum es geht Sechs junge Leute machen einen Ausflug ans Meer. Trinken Alkohol und haben einen folgenschweren Unfall mit drei Toten und einer Schwerverletzten. Die Welt von Connor, der am Steuer gesessen hat, zerbricht. Er verlässt den beschaulichen Ort in Irland, aus dem er stammt und geht ins Ausland. Die Geschichte lässt ihn aber nie ganz los.Und dann trifft er 20 Jahre später zufällig jemanden in einer Bar, der ihm seltsam vertraut ist und plötzlich wendet sich das Blatt.  Fazit Ein großartiges Buch. Ich konnte mich gar nicht losreißen. Was zunächst vielleicht sehr traurig und schwer klingt, ist es im Grunde nicht. Es geht um das Thema Selbstliebe. Oder fehlende Selbstliebe, das Gefühl, so wie man is...

Rezension: " Die Farbe des Nordwinds" von Klara Jahn

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  Wenn ihr das Meer liebt, besonders die Nordsee mit ihren Halligen, dann ist der Roman " Die Farbe des Nordwinds" etwas für euch. Worum geht es? Klara Jahn erzählt in diesem Buch zwei Handlungsstränge. Zum einen die Geschichte von Ellen, die auf einer Hallig aufgewachsen ist,lange im Ausland lebte und nun nach 20 Jahren zurück kehrt. Um sich endlich wieder zu Hause fühlen zu können. Und auch, um sich mit ihrer Stiefschwester auszusöhnen.  Und da ist die Geschichte von  Arjen Martenson, der in den 1820er Jahren das harten Leben auf der Hallig in einer Chronik fest hält. Von seiner Liebe zu den Büchern, seinen Frust über die Rückständigkeit der Hallig-Bewohner und seinen Kampf, die Hallig sicherer gegen Sturmfluten zu machen. Fazit Ein wunderbares Buch. Man riecht förmlich die salzige Luft, spürt die Weite und das Meer. Der Autorin gelingt es, beide Erzählebenen wunderbar mit einander zu verweben. Es gibt skurile Charaktere, über die man lachen muss, besonders gut beschrei...

Rezension: " Der Garten meiner Mutter" von Anuradha Roy

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  Als ich dieses Buch von Anuradha Roy entdeckte, war ich sofort interessiert, weil es in Indien spielt und um eine mutige Frau geht. Worum es geht Aus der Sicht ihres Sohnes wird das Leben von Gayartri in den 30er Jahren in Indien erzählt.  Von ihrem Vater wird Gayartri ungewöhnlich offen erzogen. Sie darf mit ihm reisen, sich bilden, die Künsterlin in sich selbst entdecken. Trotzdem wird sie jung verheiratet und empfindet die Ehe als Gefängnis. Für Ehefrauen gibt es strenge Regeln. Sie dürfen beispielsweise das Haus nicht ohne Erlaubnis des Ehemannes und ohne Begleitung verlassen, selbst entscheiden, was sie tun wollen, mit wem sie Zeit verbringen wollen.Sie sind Eigentum des Mannes, ihm untergeordnet, ohne Rechte und Freiheit. Und müssen noch dankbar sein, wenn sie nicht vom Ehemann geschlagen und freundlich behandelt werden. Gayartri aber möchte sich als Künstlerin verwirklichen, was in der patriachalen indischen Gesellschaft nicht möglich ist. Also verlässt Gayartri ihren...

Rezension: "1000 Morgen" von Jane Smiley

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  Jane Smiley hat für"1000 Morgen" den Pulitzer Preis erhalten, die höchste literarische Auszeichnung der USA. Das Buch wurde auch verfilmt. Das ist schon einige Jahre her, aber 2020 wurde es vom Verlag noch einmal neu aufgelegt.  Worum geht's? Die Geschichte spielt im Iowa, auf einer großen Farm von 1000 Morgen. Hier herrscht der Patriach Laurence Cook wie ein König. Alle müssen sich ihm ohne Widerworte unterordnen- seine Töchter und die Schwiergersöhne. Um die Erbschaftssteuer zu sparen, beschließt Laurence Cook seinen Kindern den Millionenbesitz noch zu Lebzeiten zu überschreiben, um die Erbschaftssteuer zu sparen.  Als er sich aus dem Tagesgeschäft zurück zieht und die Töchter nicht mehr von ihm abhängig sind, brechen alte Gräben auf.  Die älteste Tochter macht öffentlich, dass ihr Vater sie als Kind jahrelang missbraucht hat. Die jüngere Schwester kann das zunächst nicht verstehen. Aber dann kommen auch bei ihr verstörende Erinnerungen hoch, die sie lange verdrä...

Rezension: "Das Flüstern der Bäume"von Michael Christie

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Michael Christie hat mit "Das Flüstern der Bäume" eine spannende Familiensaga und einen Öko-Roman zugleich geschrieben. Worum geht es? Der Roman beginnt in der Zukunft, im Jahr 2038. Die Umwelt ist zerstört, die Luft verseucht. Wer es sich leisten kann, bucht eine Führung in einem der letzten Wälder, die es gibt. Dort, auf Greenwood-Island, arbeitet Jacinda und führt die sogenannten Pilger durch den Wald, den diese wie eine Kathedrale bewundern. Jacinda entdeckt eines Tages voller Entsetzen, dass einige der ältesten Bäume offenbar von einem Pilz befallen sind. Was soll sie tun? Wird man sie den Wald retten lassen? Oder siegen die kommerziellen Interessen der Firma, der der Wald gehört? Hier startet Christie seine Geschichte, die zurück bis zum Jahr 1908 reicht. In knapp 600 Seiten erfährt man etwas über die Vorfahren Jacindas, deren oft hartes Schicksal, man lernt viel über Wälder und die innige Verbundenheit der Familie Greenwood mit der Natur. Der A...

Rezension:"Fluch der Saline" von Anna Castronovo - Rezension und Interview mit der Autorin

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Habt ihr Lust auf einen Ausflug in das Sizilien der 60er Jahre? Hier begegnen euch der vierzehnjährige Totò und sein Vater, die in einer Salzmine schuften, eine schrullige Nonna, eine Seherin, viel Abglauben und ein Fluch.Aber der Reihe nach. Totòs Vater kauft eine marode Salzmine, in der fortan auch Totò schuften muss, obwohl er lieber zur Schule gehen möchte. Die Saline treibt die Familie in den Ruin, aber Totòs Vater will nicht verkaufen. Dann ist da auch noch ein Fluch, der auf der Saline zu liegen scheint und ein dunkles Familiengeheimnis. Kann Totò trotzdem seinen Traum verwirklichen? Fazit Der Roman von Anna Castronovo beinhaltet nicht nur eine packende Familiengeschichte. Sie zeigt uns auch das Sizilien der 60er Jahre, in dem Armut und Hoffnungslosigkeit herrschen, es strikte Regeln insbesondere für Frauen gibt, Menschen voller Aberglauben sind und ein Gerücht schnell zur Wahrheit wird und Menschen stigmatisiert.Ich habe Anna Castronovo über den Skoutz Award kennen gelernt, den...